Geschichte des Wasserwerkes
Geschichte des Wasserwerkes - Trinkwasserversorung:

Bis zum Jahr 1895 erfolgte die Versorgung der Bevölkerung unserer Stadt mit Trinkwasser aus 9 öffentlichen und 31 privaten Hausbrunnen mit Grundwasser, wobei der älteste davon der Brunnen aus dem Mittelalter am Hauptplatz war.
Das Projekt für die Wasserleitung wurde von der Stadt Wien ausgearbeitet und am 27.Jänner 1893 durch die Bezirkshauptmannschaft Neunkirchen genehmigt und beinhaltete die Errichtung der Ausleitung aus der I. Wiener Hochquellenwasserleitung samt einem Behälter mit 700m³ Inhalt, 12,7 km Wasserleitungsrohrstrang, Durchmesser 160mm und 130 mm sowie 48 Auslaufbrunnen im Stadtgebiet.
Mit dem Bau wurde im Juli 1894 begonnen, die Fertigstellung erfolgt im Juli 1895.
Vom Behälter in Rohrbach wurde ein Rohrstrang Durchmesser 160 mm parallel zur Wiener Hochquellenwasserleitung bis zum Bahnübergang Rohrbacherstraße-Südbahn verlegt.
Danach erfolgte eine Aufteilung auf zwei Rohrstränge mit einem Durchmesser von je 160mm, wobei ein Rohrstrang durch die Rohrbacherstraße bis zur Eisernen Brücke, der zweite Rohrstrang nach Unterfahrung der Schwarza über das Areal der ehemaligen Rohrbacher Spinnerei und durch die Triesterstraße bis zum Hauptplatz verlegt wurde.
Als Verbindung zwischen beiden Rohrsträngen vom Hauptplatz durch die Wienerstraße bis zur Eisernen Brücke wurde ein Rohrstrang mit einem Durchmesser von 130 mm verlegt.
Die feierliche Eröffnung erfolgt am 29. September 1895 mit der Inbetriebnahme des auf Kosten der Marktgemeinde Neunkirchen errichteten Auslaufbrunnens am Hauptplatz unter Bürgermeister Josef Seifert.
Mit der Inbetriebnahme dieser Leitung und der Auslaufbrunnen war für die damals 8.700 Einwohner von Neunkirchen die Versorgung mit einwandfreiem Trinkwasser gelöst. Die Bevölkerung musste für die Entnahme des Wassers nichts bezahlen.
| Fotographie der Entwürfe zur Gestaltung des Brunnens von 1894 | Fotographie der Urkunde |
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Mit dem Gemeinderatsbeschluss von 30. Juni 1911 wurde die Einleitung des Trinkwassers in die Häuser erlaubt. Bei diesen Hausanschlüssen wurden bereits Wasseruhren eingebaut, und es waren für 1 m³ Wasser 40 Heller zu bezahlen, mindestens jedoch 24 Kronen im Jahr.
Im Jahre 1912 betrug der Wasserverbrauch rund 170.000m³ pro Jahr, im Jahr 1923 jedoch bereits rund 280.000m³ pro Jahr.
Bis zum Jahr 1928 wurde das Wasserleitungsrohrnetz auf 19,3 km erweitert und waren 403 von rund 950 Häusern angeschlossen.
Gegen Kriegsende wurde die Wasserleitung durch insgesamt 16 Bombentreffer beschädigt, 134m Rohrstränge wurden zerstört. Dadurch wurde die Wasserversorgung Neunkirchens außerordentlich gefährdet teilweise lahm gelegt.
In den Nachkriegsjahren traten durch vermehrten Wasserverbrauch wiederum Versorgungsprobleme auf. Zur Behebung dieser Probleme wurde eine neue Wasserleitung mit einem Durchmesser von 300 mm vom Rohrbacher Bahnübergang bis nach St. Johann geplant und in den Jahren 1952-1956 errichtet.
Die Stadt Wien konnte jedoch auf Grund eigener Wasserprobleme einer Mehrabgabe nicht zustimmen, erklärte sich jedoch bereit, dass die Stadt Neunkirchen auf dem Grund der Stadt Wien in Stixenstein zwei Tiefbrunnen errichten konnte.

Diese Brunnen wurden auf Kosten von Neunkirchen erbaut und am 12. Dezember 1955 in Betrieb genommen.
Von diesen Grundwasserbrunnen wird das Wasser in die I. Wiener Hochquellenwasserleitung eingeleitet und dieses mit dem Quellwasser der Wiener vermischt Wasser in St. Johann wieder entnommen.

In den Jahren 1963-1965 wurde vom Bahnübergang Rohrbacherstraße - Südbahn eine zusätzliche Versorgungsleitung Durchmesser 250 mm durch die Rohrbacherstraße, Dittrichstraße und Peischingerstraße bis zur Schubertstraße errichtet.
Bis zum Jahre 1974 wurde Peisching zur Gänze vom Wasserleitungsverband Unteres Pittental versorgt.
1974 wurde eine Verbindungsleitung von Neunkirchen nach Peisching erreichtet und ein Teil von Peisching ab diesem Zeitpunkt von Neunkirchen aus versorgt.
Bis zum Jahre 1978 erfolgte die Trinkwasserversorgung von Mollram aus einem, mitten im Ort gelegenen Grundwasserbrunnen. Probleme mit der Trinkwasserqualität durch erhöhte Nitratwerte führten 1978 zur Errichtung einer Verbindungsleitung von Neunkirchen nach Mollram und dem Anschluss des gesamten Ortsnetzes an die Neunkirchener Wasserversorgung. Der bestehende Brunnen wird nur mehr für Nutzwasserzwecke verwendet.
| Fotografie der Entkeimungsanlage | Fotografie des Eingangs der Entkeimungsanlage | Fotografie eines Mitarbeiters bei der Wartung der Enkeimungsanlage |
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Hochbehälter:
Der Hochbehälter wurde in den Jahren 1992-1993 von der Stadtgemeinde Neunkirchen errichtet und am 2. August 1993 in Betrieb genommen. Er fasst 2.800 m³ und ist in 4 Kammern unterteilt.
Bau des Trinkwasserhochbehlters bei Mahrersdorf
| Bürgermeister Riegler, Baudirktor Eder und Stadtrat Reis beim Spatenstich | Bau des Hochbehälters | Bau des Hochbehälters |
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Bau der Versorungsleitung 1993
| Bau der Versorgungsleitung | Bau der Versorgungsleitung | Bau der Versorgungsleitung |
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Technischer Bericht:

Einwohnerzahl in Neunkirchen: 13.111 Personen
Anzahl Wasserzähler 2008: 3.238 Stk.
Wasserverbrauch 2008: 984.860 m³
Tägl. Wasserverbrauch durchschnittl.: 2.691 m³/Tag
max. Verbrauch: 500 m³/Tag
Druck im Stadtgebiet: 5 bar
Wasserpreis (per 1. Juli.07): 1,15 Euro / 1m³
Zubringerleitung: 5.380m
Hauptleitung: 17.115m
Versorgungsleitung: 67.084m
Hausanschlussleitung: 23.022m
Summe der Leitungen: 112.601m

A Brunnenfeld Mahrwiese, Stixenstein. Einleitung in die 1. Wiener Hochquellenwasserleitung
B Ausleitung aus der 1. Wiener Hochquellenwasserleitung in St. Johann
C Ausleitungsmöglichkeit aus der 1. Wiener Hochquellenwasserleitung Ternitz - Gfiedererstraße
D UV - Trinkwasserentkeimungsanlage in Rohrbach
E Trinkwasserhochbehälter
F Zubringerleitung
G Zubringerleitung988 Stück Hauptschieber
2925 Stück Hausanschlussschieber
131 Stück Hydranten
| Grabungsarbeiten | Grabungsarbeiten |
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| 50 Jahre altes Trinkwasserrohr (Gussrohr) | Schiebertausch | Schiebertausch |
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Wasseruntersuchung:
Das Trinkwasser für die Bewohner des Gemeindegebietes Neunkirchen wird jedes halbe Jahr von einer Bundesstaatlichen bakteriologisch – serologischen Untersuchungsanstalt auf Keime und sämtliche anderen Verunreinigungen Untersucht. Das Wasser entspricht den Anforderungen der Verordnung „Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch“ BGBL Nr. 235/98.
Unser Neunkirchen Trinkwasser:
pH-Wert 7,60
Gesamthärte 14,3 °dH
Carbonathärte 11,2 °dH
Eisen (gesamt) 0,01 mg Fe/l
Nitrat 8 mg NO3/l
Nitrit 0,00 mg NO2/l
Chlorid 2 mg CI/l
Sulfat 10,2 mg SO4/l
Das Team des Wasserwerk Neunkirchens:
















